Sonntag, 28. Dezember 2014

Posted by CW Posted on 09:00 | No comments

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2014 war zugegebenermaßen kein sonderlich lesereiches Jahr. Zwar habe ich in den letzten Monaten einiges aufgeholt - insgesamt bringe ich es trotzdem gerade einmal auf 15 Bücher. Fünfzehn! Da fällt es besonders leicht, zurückzublicken und meine Top 3-Lieblingsbücher in diesem Jahr herauszustellen.

Platz 3: Trudi Canavan - Thief's Magic 

Trudi Canavan's neuestem Werk habe ich hier bereits im Mai einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet. Ich muss gestehen, dass mir die Details der Geschichte nicht in Erinnerung geblieben sind - sie waren wahrscheinlich nicht emotional geladen genug, um sich in mein Gedächtnis einzubrennen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie die Trilogie sich weiterhin entwickeln wird (an meinem Geburtstag verkündete Canavan, der zwei Teil sei nun beim Lektor. Es gibt Hoffnung!), und werde selbstverständlich auch jedes weitere Buch aus ihrer Feder lesen.


Platz 2: Rainbow Rowell - Fangirl

Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe geliebt, und ich habe mich im Anschluss hingesetzt und zum ersten Mal seit Monaten ein paar Zeilen kreativen Schreibens fabriziert: ich finde, mehr kann man von einem Buch nicht verlangen. Die Hauptfigur Cath - Fangirl, bekannte Fanfiction-Autorin, unter einer Angststörung leidend -, durchlebt ihr erstes Jahr an der Universität. Dabei findet sie neue Freundschaften, Liebe und Antworten auf Fragen, die sie ihr ganzes Leben lang begleitet haben. Fangirl ist, wie es heißt und es hält, was es verspricht: es ist ein Buch für all die Fangirls unter uns.


Platz 1: Patrick Rothfuss - The Slow Regard of Silent Things

Wer The Name of The Wind und A Wise Man's Fear nicht gelesen hat, braucht es mit The Slow Regard of Silent Things gar nicht erst versuchen (versucht es stattdessen mit eben jenen Büchern: es lohnt sich). Die Novelle erzählt die Geschichte von Auri, die im Underthing unter der Universität haust (ich sage ja, probiert es erst gar nicht). Wie auch in seinen anderen Werken wird hierbei vor allem Patrick Rothfuss' einzigartiges Sprachgefühl offenbar: wo andere Autoren Worte achtlos, geradezu willkürlich auf die Seiten purzeln lassen, sitzt bei ihm ein jeder Strich, ein jedes Satzzeichen, ein jeder Gedanke auf seinem Platz, und zwar genau dort, wo er hingehört, sorgfältig drapiert und zurechtgerückt, damit ja alles seine rechte Ordnung hat. Manche Worte sind dabei fast schon spielerisch aneinandergereiht, wie um auszuprobieren, wie sich miteinander vertragen, aber nie anmaßend, nie aus der Reihe tanzend, immer kunstvoll und richtig und wunderschön. Und wunderschön - das ist auch diese Geschichte. Bis auf den letzten Strich.
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